Sportschützen Brunnen - Geschichte             
Gegründet wurde der Schützenverein Brunnen, im Oktober 1972. Zu Beginn fand die Gründung lediglich kommissarisch statt und zwar durch Rupert Raith, der heute einer unser Ehrenschützenmeister ist und immer noch dem Schießsport anhängt - wenn auch auf eine etwas andere Weise. Er schießt nämlich heute auf Elche in Kanada  - und das nicht unbedingt mit dem Luftgewehr. Damaliger Kassier war Xaver Hermann.

Die ersten Schießversuche gestalteten sich entsprechend einfach. Mit einem gebrauchten Luftgewehr und einer Scheibenzuganlage, welche Rupert Raith aus eigener Kasse bezahlt hatte, versuchte man sich erstmals im Saal des Vereinswirtes, der Gaststätte Winkler in Brunnen. Heute aufgrund der immer wachsenden Auflagen sicherlich undenkbar. Am 18. Januar 1974 fand schließlich die erste ordentliche Generalversammlung satt, bei welcher der Verein den Namen „Sportschützen Brunnen“ erhielt. Erster Vorsitzender wurde Rupert Raith, 2. Schützenmeister Anton Dallmeir jun..

Der Verein wuchs und man nahm erstmals an Rundenwettkämpfen teil. Um die ersten Rundenwettkämpfe 1974 in der C- Klasse Nord bestreiten zu können, wurden im Winklersaal drei weitere Schießstände installiert. Ein Jahr darauf, 1975, bezog man dann die neue Schießstätte. Im Keller des Vereinswirts hatte man sechs Schießstände eingebaut und bald darauf konnte man auch eine Jugendmannschaft beim Gau Schrobenhausen anmelden.

Weitere Disziplinen haben sich 1987 mit den Wurftauben und 1989 mit den Luftpistolenschützen etabliert.

1977 fand bei den Sportschützen Brunnen die erste große Veranstaltung statt und zwar das Gauschießen des Sportschützengaues Schrobenhausen.“Es muss sein, als würde man in einen Wald schießen!“, so die Forderung und das Motto des 1. Schützenmeisters Rupert Raith. Mit 533 Schützen konnten die Sportschützen einen neuen Rekord in der Geschichte des Schützengaues aufstellen. Und - nur um das Verhältnis nicht ganz aus den Augen zu verlieren: Der erste Preis damals war eine Sau - für damalige Zeiten ein sehr wertvoller Preis!

1981 trugen die Sportschützen, gemeinsam mit vier weiteren Schützenvereinen das „Spiel ohne Grenzen“ aus. Die zahlreichen Besucher hatten bei den dargebotenen Spielen und beim anschließenden Hallenfest ihren Spaß.

Als erster Höhepunkt der Vereinsgeschichte wurde von 25.- 28. Juni 1982 das zehnjährige Bestehen unseres Vereins mit Fahnenweihe gefeiert. Die Frauen, Männer und Kinder marschierten mit einheitlicher Tracht durch das Dorf und präsentierten hierbei ihre neue Fahne. Schirmherr war der damalige Bürgermeister Willi Kopold und Fahnenmutter war Gerlinde Raith. Sofie Kurzhals präsentierte sich als Fahnenbraut und unser jetziger Altbürgermeister Johann Wenger fungierte als Festleiter. Vier Tage lang währten die Feierlichkeiten, die im Festgottesdienst und im Umzug durch die geschmückte Gemeinde ihren gesellschaftlichen Höhepunkt  fand.

1997 wagten die Sportschützen Brunnen einen großen Schritt. Sie richteten zum ersten Mal neben ihrem traditionellen Hallenfest auch eine Rocknacht aus - diese Entscheidung freut die Jugend im Umkreis von Brunnen noch heute. „ Wir hofften, dass wenigstens zweihundert junge Leute den Weg zu uns finden würden!“, so der damalige erste Schützenmeister und heutige Ehrenschützenmeister Anton Dallmeir. „Dass uns damals so gut wie alles ausging, weil so viele Jugendliche unsere Rocknacht besuchten, hätte wirklich niemand gedacht!“ Von nun an wurde die Rocknacht neben dem Hallenfest zu einem festen Bestandteil des Vereinslebens und des dörflichen Gemeinschaftslebens.

Auch sportlich konnte sich unser Schützenverein durchaus sehen lassen. Immer mehr Mannschaften konnten zu den Rundenwettkämpfen angemeldet werden und auch die Jugend begeistert sich für den Verein. Sportlich gesehen war der Höhepunkt hierbei wohl der Aufstieg in die Gauliga im Jahr 1999, sowie die Erringung des Oberbayerischen Meistertitels von Sebastian Schreyer in der Disziplin Wurfscheiben Trap.

Auch in den letzten zwölf Jahren konnte der Schützenverein Einiges stemmen. Und dies passierte natürlich neben den traditionellen Veranstaltungen, zu denen auch der Faschingsball gehört. Seit einigen Jahren wird dieser regelmäßig von einem Büttenredner besucht, welcher die Brunnener Bürgerinnen und Bürger aufs Korn nimmt und alle Sonderlichkeiten und Peinlichkeiten ans Tageslicht bringt. Da wird Brunnen schon mal vom Pleitegeier persönlich besucht, ein Paparazzo namens „Baidl- Mane“  sorgte für ordentlichen Gesprächsstoff, und war das letztens nicht eine Dame des horizontalen Gewerbes …?

Unter dem ersten Schützenmeister Michael Weiß nahmen wir 2006 den Umbau unseres Schützenkellers in Angriff. Die alten Scheibenzuganlagen wurden entfernt und der erweiterte und mit neuer Farbe und neuen Möbeln geschmückte Schützenkeller wurde mit acht voll-elektronischen Meyton- Anlagen ausgestattet. Mit Hilfe von moderner Lasermesstechnik können die Schützinnen und Schützen in unserem modernen Schützenkeller ihre Ergebnisse nun sofort von einem eigenen Bildschirm ablesen und dank der farblichen Visualisierung  gleich nötige Umstellungen vornehmen. Die Tatsache, dass die übrigen Schützen und auch interessierte Zuschauer die Ergebnisse live auf der Leinwand in der Gaststube verfolgen können, hat unseren Sport für die Öffentlichkeit viel interessanter und besser zugänglich gemacht. So finden die Finalschießen der Vereinsmeisterschaft, die RWK´s und nahezu alle Trainingseinheiten mit live-Übertragung in die Gaststube statt.

Zeitgleich konnten die Sportschützen Brunnen die Planungen und den Bau der Wurfscheibenarena Brunnen abschließen. Mit der feierlichen Eröffnung im Juni 2006 wurde ein Großprojekt abgeschlossen, das im weiten Umkreis seinesgleichen sucht.

Mit der Wurfscheibenarena in Brunnen ist in Rekordzeit von nur 12 Monaten eine topmoderne Anlage für den Wurfscheibenschießsport entstanden. Trap- und Skeetschützen aus Nah und Fern finden eine nach den aktuellsten Umweltgesichtspunkten errichtete Schießanlage vor. Politiker aus der EU, dem Bund und dem Land Bayern bis hin zu Vertretern der Kommunen waren anwesend, als die Anlage ihrer Bestimmung übergeben wurde.

Ein Mammutprojekt war es, das die Sportschützen mit ihrem Schützenmeister Michael Weiß und mit der Unterstützung von Bürgermeister Johann Wenger im Jahr 2006 in Angriff nahmen. Um diese Aufgabe bewältigen zu können, suchten die Schützen Unterstützung und fanden sie im so genannten Leader- Plus- Programm. Dieses europäische Programm unterstützt Projekte, sofern sie zur Förderung des regionalen Raums in kultureller und wirtschaftlicher Hinsicht beitragen. Dies wird auf der Wurfscheibenarena Brunnen vorzüglich erfüllt. Direktvermarkter aus der Region bieten bei den verschiedensten Veranstaltungen und Schießbetrieb regelmäßig ihre vielfältigen Produkte von Honig über Kartoffel, bis hin zu Spargelprodukte an und Besucher werden auf die kulturellen Besonderheiten rund um Brunnen und im Donaumoos aufmerksam gemacht.

Getreu dem Motto: „Stillstand heißt Rückschritt“ verfügt die Anlage heute über einen Trinkwasseranschluß, Sanitärraume, Wetterschutzmöglichkeiten und Parkplätze. Seit der Eröffnung erfreut sich die Anlage mit den fünf Wurfmaschinen für Trap und den Hoch- und Niedrighaus für die Disziplin  Skeet einer großen Beliebtheit bei den Wurscheibenschützen und den Jägern.

Erstmalig am 3. Advent 2006 öffnet die Arena für den „Weihnachtszauber“ ihre Pforten. „Wir binden die Selbstvermarkter mit ein und auch regionale Künstler können ihre Produkte anbieten“, so der Organisator Herbert Pichler. Bei Bratwurstduft und Glühwein lauschen seither die zahlreichen Besucher den vorweihnachtlichen Klängen verschiedener Musikgruppen und lassen sich von der weihnachtlichen Stimmung verzaubern. Der „Brunnener Weihnachtszauber in der Arena“ ist heute aus dem dörflichen Gemeinschaftsleben nicht mehr wegzudenken!

2007 machten sich die Brunnener Schützen gleich ein weiteres Mal daran, das Gauschießen auszurichten. Von den guten Erfahrungen in unserem Schützenkeller beeinflusst, wurden installierten 18 Meyton- Stände in der Halle von Josef Kopold installiert. Mit den live übertragenen Schüssen aus der Halle auf Leinwand und einer Rekordanzahl von über 100.000 abgegebenen Schuss und dem Besuch von über 1000 Schützen, wurde es zu einem Gauschießen der Superlative.

2008 stand bereits di nächste „Großveranstaltung“ für die Brunnerer  Schützen an. Die Enzianschützen Lampertshofen hatten uns als Nachbarverein gebeten, die Patenschaft bei ihrem Jubiläumsfest zum 50-jährigen Bestehen zu übernehmen. Bei einem rauschenden Fest im Winklersaal konnten uns die Lampertshofener Schützen als Paten gewinnen. „Zwei  Stunden lang konnte ich den Zapfhahn nicht schließen, um die durstigen Schützen zu versorgen“, freute sich unser Seniorwirt Helmut Winkler und über die 340 Gäste, die die Gaststätte Winkler proppenvoll machte. „Sogar die privaten Esszimmerstühle habe ich aufgestellt, dass ja jeder einen Platz bekommt!“ ,resümiert Helmut.

Im Juli 2008 feierten wir dann das dreitägige 50er-Jubiläum der Enzianschützen in Berg im Gau. Noch heute ist besteht diese überaus herzliche und kameradschaftliche Verbindung zu unseren Patenverein.

2012 war nun das Jahr des 40jährigen Vereinsjubiläums der Sportschützen Brunnen.

Sportlich überzeugten im Jubiläumsjahr unsere 1. Mannschaft, die als Gausieger den RWK beenden konnte und unsere IV. Mannschaft, die als Meister der D-Klasse die Saison beendete. Hervorragende Ergebnisse erzielten unsere Schützen auf den Gaumeisterschaften, Oberbayerischen Meisterschaft bis hin zu den Deutschen Meisterschaften. Besonders hervorzuheben sind die Einzelschützen Colin Müller (Deutscher Meister LG Jun, KK 100m und Bundesschützenkönig beim Gehörlosensportverband (GSV)) und Herbert Karhan, 25. Platz bei den Deutschen Meisterschaften Flinte Trap, Herren Schützenklasse.  

Gesellschaftlich konnte das Jubiläum unter Beteiligung aller Orts- und Gemeindevereine mit Festgottesdienst, Umzug und vielen Ehrungen begangen werden. Schützenmeister Alexander Müller kann auf ein durchwegs gelungenes Festwochenende bei strahlendem Sonnenschein zurückblicken.  Einschneidend und letztlich unvergessen war der Wechsel des Fahnenjunkers und seiner Fahnenbegleiter. Nach exakt 30 Jahren übergaben Hans Reischel, Werner Altmann und Franz Kopold die Fahne an ihre Nachfolger.

MIt dem mittlerweile zur Tradition gewordenen Weihnachtszauber in der Arena und unserer Weihnachtsfeier beim Winkler beendeten die Schützen das "Weltuntergangsjahr" 2012.

Das Jahr 2013 startete rasant mit dem Königsschießen und der Jahreshauptversammlung inklusive Königsproklamation. Manfred Streitberger konnte sich endlich einen lang gehegten Traum erfüllen und wurde, nach mehrmaligen Erreichen der Königswürde beim LG, endlich auch Luftpistolenkönig. Manuel Dallmeir freute sich auf die Königswürde beim Luftgewehr und bei der Jugend sorgte der erst 12-jährige Jungschütze Niko Schmidmeir für eine Überraschung und wurde mit einem "Blatt´l" Jugendschützenkönig. Damit ist er der jüngste Jugendkönig in der Vereinsgeschichte!

 

Die Schützenmeister des Vereins:

Rupert Raith
1974 - 1984
Anton Dallmeir
1984 - 2004
Michael Weiß
2004 - 2012
Alexander Müller
2012 - 2016
Manuel Dallmeir2016 -